Energieeffizienzprogramm Abwärme (KfW)

Das KfW-Programm fördert Investitionen in die Modernisierung, die Erweiterung oder den Neubau von Anlagen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme innerhalb Deutschlands.

Im Rahmen der "Offensive Abwärmenutzung" des Nationalen Aktionsplans Energieeffizienz (NAPE) initiiert, werden mit dem Förderprogramm seit Mai 2016 innerbetriebliche und außerbetriebliche Maßnahmen zur Abwärmevermeidung, Abwärmenutzung und zur Verstromung von Abwärme gefördert. Das Programm ist technologieoffen angelegt. Bis 2020 sollen mit seiner Hilfe 1 Mio. t CO2-Emissionen in der Industrie eingespart werden.

1. Was ist das Ziel des Programms?

Das Ziel des Programms ist die Förderung von Maßnahmen zur Vermeidung, Nutzung oder Verstromung von Abwärme.

2. Um welche Art der Förderung handelt es sich?

Unternehmen können aus diesem Programm zinsverbilligte Kredite und einen Tilgungszuschuss erhalten.

3. An wen richtet sich das Programm?

Das Programm richtet sich an Unternehmen aus der gewerblichen Wirtschaft, die sich mehrheitlich in Privatbesitz befinden sowie an Contractoren.

4. Was wird gefördert?

Gefördert wird die Modernisierung, Erweiterung, Neubau von Anlage oder von Verbindungsleitungen zur Vermeidung oder Nutzung von Abwärme. Dabei kann es sich sowohl um Einzelmaßnahmen als auch systemische Lösungen handeln.

Maßnahmen zur Vermeidung und Nutzung von Abwärme können sein:

  • Innerbetriebliche Vermeidung und Nutzung (Prozessoptimierung, Einsatz energieeffizienter Technologien, Dämmung/ Isolierung)
  • Rückführung in Produktionsprozess
  • Außerbetriebliche Nutzung von Abwärme (Auskopplung, Weitergabe)
  • Verstromung von Abwärme (ORC-Technologie)

5. Wie hoch muss die Investition mindestens sein?

Hierfür existieren keine Vorgaben.

6. Wie hoch ist die maximale Förderung?

Über zinsgünstige Kredite können bis zu 100 % der förderfähigen Investitionskosten finanziert werden. Der Kredithöchstbetrag beläuft sich auf 25 Mio. Euro.

Außerdem wird mit Nachweis der durchgeführten Investitionen ein Tilgungszuschuss auf die förderfähigen Kosten gewährt. Kleine und mittlere Unternehmen erhalten hier bis zu 40 %, große Unternehmen bis zu 30 %. Bei Abwärmemaßnahmen zur außerbetrieblichen Nutzung sogar bis zu 50 %.

7. Was zählt zu den förderungsfähigen Kosten?

Zu den förderfähigen Kosten zählen auch Nebenkosten für Planung und Installation.

Weiterhin werden die Kosten für die Erstellung eines Abwärmekonzeptes, die Umsetzungsbegleitung und das Controlling berücksichtigt.

8. Umsetzung der Maßnahme

Die Maßnahme muss spätestens 21 Monate nach der Kreditzusage umgesetzt sein.

9. Welche Einsparungen (Energie/ CO2) müssen mindestens erzielt werden?

Hier bestehen keine Mindestvorgaben. Die mit der Maßnahme erzielten Einsparungen müssen aber im Abwärmekonzept nachgewiesen werden.

10. Ist ein Energieeinspar- bzw. Abwärmekonzept erforderlich?

Ja, ein Abwärmekonzept ist erforderlich.

Dies muss von einem qualifizierten Energieberater erbracht werden (Zugelassene Energieberater sind in Energieeffizienz-Experten-Liste gelistet).

Ausnahme: Unternehmen, die über eine Energiemanagementsystem zertifiziert nach ISO 50001 verfügen, können das Konzept unternehmensintern erstellen.

11. Welche Besonderheiten gibt es?

Es werden keine Prototypen gefördert.

Hinweis

Alle Informationen zum hier dargestellten Förderprogramm wurden redaktionell aufbereitet und stellen keine rechtsverbindliche Information oder gar Beratung dar. Da Förderprogramme regelmäßig modifiziert werden, kann es zu inhaltlichen Änderungen kommen, die der dena erst mit zeitlicher Verzögerung bekannt werden. Deshalb empfiehlt die dena, sich in jedem Fall auch bei der  zuständigen Institution über das Förderprogramm zu informieren: hier Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW)  

Weitere Informationen

Häufige Fragen

Wo finde ich weitere Informationen?

Weitere Informationen finden interessierte Unternehmen auf der Seite von der KfW-Bank.

Wann muss ich den Förderantrag stellen?

Vor dem Vorhabenbeginn sollten Unternehmen mit ihrem Finanzierungspartner sprechen und ihm das Abwärmerkonzept vorlegen. Der Finanzierungspartner berät dann, ob dieser KfW-Kredit zum geplanten Vorhaben passt. Anschließend entscheidet der Finanzierungspartner, ob er das Vorhaben begleiten möchte.

 

Der Finanzierungspartner füllt den Kreditantrag mit dem Unternehmen aus und reicht ihn bei der KfW ein. Anträge können bis zum 31.12.2019 gestellt werden.

Wie und wo reiche ich den Förderantrag ein?

Wenn Sie zu Ihrem Finanzierungspartner Kontakt aufgenommen haben, bespricht er mit Ihnen ob dieses KfW-Programm zu Ihrem Vorhaben passt. Wenn der Finanzierungspartner Sie bei dem Vorhaben begleiten möchte, füllt er mit Ihnen den Antrag aus und reicht diesen bei der KfW ein.

 

Ihr Finanzierungspartner kann Ihre Hausbank oder eine andere Genossenschaftsbank, Geschäftsbank oder Sparkasse sein.

 

Sie finden Ihren Finanzierungspartner auf der KfW-Seite unter „Sie suchen eine persönliche Beratung?

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