Leuchttürme

In der unternehmerischen Praxis treffen energieeffiziente Technologien häufig auf vergleichbare Bedingungen innerhalb einzelner Branchen. Auch bei der Vermeidung, Nutzung oder Verstromung von Abwärme lassen sich so erfolgreiche Praxislösungen oft auf weitere Unternehmen übertragen.

Zehn Industrieprojekte hat die Deutsche Energie-Agentur (dena) zu Leuchttürmen für energieeffiziente Abwärmenutzung erklärt. Alle Leuchttürme erschließen ihr Abwärmepotenzial durch einen besonders innovativen oder wirtschaftlichen Technologieeinsatz und dienen anderen Unternehmen dadurch als Vorbild. Die dena berät die ausgewählten Industrieprojekte beim Planen und Umsetzen von Maßnahmen zur Abwärmenutzung sowie bei der Beantragung von Fördermitteln. Gemeinsam haben die ausgewählten Leuchttürme das Potenzial, jährlich etwa 36.000 Tonnen CO2 einzusparen.

Die zehn ausgewählten Leuchtturmprojekte zeigen die hohe Bandbreite möglicher Abwärmenutzung in unter-schiedlichen Branchen. Zu ihnen zählen:

  • Der Kupferhersteller Aurubis AG, mit dessen Abwärme die enercity Contracting Nord GmbH zukünftig die Hamburger Hafencity Ost beheizt.
  • Die Bosch Thermotechnik GmbH und Bosch KWK Systeme GmbH, die Abwärme für das Wärmeversorgungsnetz der Stadtwerke Gießen AG bereitstellen.
  • Die Brauerei C. & A. Veltins GmbH & Co. KG, die zukünftig die Abwärme aus der Drucklufterzeugung zur Trinkwassererwärmung nutzt.
  • Die Evers-Druck GmbH, deren Abwärme in Zukunft für die Wärmeversorgung in einem innovativen Quartierskonzept der Stadt Meldorf genutzt wird.
  • Die Evonik Industries AG, die durch Abwärmenutzung auf dem eigenen Gelände große Mengen an Prozessdampf einspart.
  • Die Fahrzeugwerk Bernard Krone GmbH & Co. KG, die  den Wärmeverbrauch beim Lackieren um über 40 Prozent senkt.
  • Die Georgsmarienhütte GmbH, die durch Abwärmenutzung im Stahlwerk Erdgas, Dampf sowie Strom einspart und Abwärme an die Stadtwerke Georgsmarienhütte GmbH übergibt, die diese speichert und nach Bedarf in das Fernwärmenetz der Stadt einspeist.
  • Die GETEC heat & power AG, die als Contractor in einem Industrieunternehmen Abwärme über einen Wärmetransformator zur Dampferzeugung nutzbar macht.
  • Die GILGEN’S Bäckerei & Konditorei GmbH & Co. KG, die Abwärme aus Backofen und Kühlung nutzt.
  • Die Nestlé Deutschland AG, in deren Werk in Hamburg Abwärme zur Kälteproduktion eingesetzt wird.

Demnächst finden Sie an dieser Stelle eine ausführliche Darstellung der einzelnen Abwärme-Projekte.

Erfolgreiche Beispiele

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