Praxisbeispiel: Wärmenutzung mithilfe von Wärmeübertragern

In der unternehmerischen Praxis treffen energieeffiziente Technologien häufig auf vergleichbare Bedingungen innerhalb einzelner Branchen. Auch bei der Vermeidung, Nutzung oder Verstromung von Abwärme lassen sich so erfolgreiche Praxislösungen oft auf weitere Unternehmen übertragen.

Der Hintergrund

Wärmeübertrager übertragen Wärme von einem warmen Medium auf ein kälteres, ohne dass sich beide Medien berühren oder vermischen. Dazu überträgt das wärmere Medium seine Energie an eine Wärmeübertragungsfläche, die sie aufnimmt und an ein kälteres wieder abgibt. Angepasst an die Prozesse gibt es verschiedene Wärmeübertragertechnologien wie beispielsweise Rotationswärmeübertrager, Lamellen- oder Plattenwärmeübertrager. Abgaswärmeübertrager sind eine spezielle Möglichkeit: Sie entziehen heißen Abgasen ihre Wärmeenergie, um z.B. Speisewasser, Brauchwasser oder Verbrennungsluft vorzuwärmen.

Ein wichtiges Einsatzgebiet von Wärmeübertragern ist die Lüftungs- und Klimatechnik. Hier ist die Auswahl des Wärmeübertragers von den Volumenströmen und den Qualitätsanforderungen an die Luft abhängig. Ist die Abluft nicht mit Schadstoffen belastet, empfiehlt sich der Einsatz von Rotationswärmeübertragern – andernfalls können z.B. Plattenwärmeübertrager eingesetzt werden.

Die Anwendung

Seit 2013 gewinnt ein Papierhersteller die Abwärme seiner Belüftungsanlage mittels Rotationswärmeübertrager zurück und wärmt so Frischluft vor. Zum Einsatz kommt ein kombiniertes Zu- und Abluftgerät mit einem Rotationswärmeübertrager, der einen Durchsatz von 75.000 m3 pro Stunde hat. In dieses Gerät ist die Heizzentrale mit einem Gasbrennwertkessel integriert. In der Folge konnte der Betrieb durch diese Maßnahme ca. 210.000 kWh Erdgas einsparen.

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