Außerbetrieblich Königliche Porzellan-Manufaktur spendet Wärme für Berlin

Kompetenznetzwerk Abwärmenutzung besichtigt Pilotprojekt von KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin und Vattenfall Wärme

Datum: 23.10.2018

Das Kompetenznetzwerk für Regionalpartner des dena-Projektes „Leuchttürme der Abwärmenutzung“ hat begleitend zur 4. BMUB-Fachtagung "Klimaschutz durch Abwärmenutzung" ein Berliner Pilotprojekt besichtigt. Das Fazit der Experten zur Zusammenarbeit von KPM Königliche Porzellan-Manufaktur Berlin und Vattenfall Wärme: Wenn beide Seiten guten Willen zeigen, profitieren alle - Industrieunternehmen, Energieversorger und die Stadt Berlin.

Wärmekooperation zwischen Porzellan-Manufaktur und Energieversorger

KPM liefert im Rahmen des Pilotprojekts die Abwärme von vier Brennöfen in das Fernwärmesystem von Vattenfall. Bislang wurde diese Abwärme über den Schornstein ungenutzt in die Umwelt abgegeben. Durch die Zusammenarbeit mit dem Energieversorger, wird das überschüssige Wärmepotenzial von 1.000 Kilowatt ins Fernwärmenetz von Vattenfall eingespeist. Als ältestes Berliner Unternehmen wird KPM damit zu einem innovativen Vorreiter für effizienten Umgang mit Energie.

Brennöfen gekoppelt mit Wärme-Rückgewinnungsanlage

Die Brennöfen bei KPM sind mit einer Wärme-Rückgewinnungsanlage gekoppelt. Wird Porzellan gebrannt, erhitzt sich in der Anlage Heizwasser auf rund 110 Grad Celsius. Dieses fließt dann an den Wärme-Übertrager der Hausübergabestation und speist so das Berliner Fernwärmesystem. Die abgegebene Wärmemenge reicht für etwa 150.000 heiße Duschen pro Jahr.

Ein Pilotprojekt mit Vorbildfunktion

Um CO2-frei Wärme zu gewinnen, musste KPM sowohl bei der technischen Umsetzung als auch der Koordination der Einspeisung neue Wege gehen. Aber der Aufwand hat die Manufaktur nicht abgeschreckt, sie will ihr Engagement sogar ausbauen. Im Rahmen einer Diplomarbeit hat das Unternehmen weitere Potenziale zur Abwärmenutzung untersuchen lassen. Das Ergebnis: Um noch mehr Abwärme effektiv zu nutzen, müsste KPM direkt in die Produktionsprozesse eingreifen. Auch das ist für das Unternehmen nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig plant auch Vattenfall das Geschäftsmodell mit weiteren Industriebetrieben aktiv weiterzuentwickeln.

Weitere Informationen zum Projekt unter: https://www.kpm-berlin.com/manufaktur/aktuelles/kpm-unterstuetzt-berliner-energiewende/

 

 

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